
Eine wichtige Maßnahme zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption wurde kürzlich in den USA zurückgenommen. Früher hatte das Land ein System eingeführt, das dazu diente, die tatsächlichen Besitzer von Firmen offenzulegen. Dies geschah, um verborgenes Vermögen bekannt zu machen, das oft hinter komplizierten Strukturen verschleiert wurde. Doch nun hat sich die politische Landschaft gewandelt. Mit der Ankündigung des neuen Finanzministers Scott Bessent wurde beschlossen, dass ab März dieses Jahres die Pflicht zum Nachweis echter Eigentümer nicht mehr angewendet wird.
In den letzten Jahren haben viele Länder weltweit versucht, solche Praktiken einzudämmen, indem sie Transparenzregister einführen. Diese Register ermöglichen es Behörden, illegale Geldströme besser nachzuverfolgen und sicherzustellen, dass Unternehmen tatsächlich für ihre Handlungen verantwortlich sind. Die Vereinigten Staaten hatten unter der Führung von Joe Biden bis Januar 2024 geplant, diese Vorschriften umzusetzen. Allerdings scheint die aktuelle Regierung andere Prioritäten zu setzen. Das Financial Crimes Enforcement Network hat die Entscheidung seines Ministers formell bestätigt und damit signalisiert, dass Transparenz offenbar nicht mehr im Fokus steht.
Die Abschaffung dieser Regelung birgt erhebliche Risiken, insbesondere wenn es darum geht, internationale Kriminalität und korrupte Machenschaften einzudämmen. Es ist entscheidend, dass Länder weiterhin Maßnahmen ergreifen, um Illegales im globalen Finanzsystem zu bekämpfen. Offenheit und Klarheit über Firmeneigentümer können helfen, Vertrauen in wirtschaftliche Strukturen wiederherzustellen. Ein Rückzug aus solchen Initiativen könnte langfristig negative Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit haben. Deshalb bleibt die Hoffnung, dass zukünftige Entscheidungen wieder mehr Transparenz fördern werden.
