Die provokante Modepräsentation von Duran Lantink auf der Pariser Fashion Week

Mar 11, 2025 at 6:38 AM
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In den glamourösen Tagen der Pariser Fashion Week, die als eines der wichtigsten Ereignisse der Modewelt gilt, präsentierte der niederländische Designer Duran Lantink eine Kollektion, die weit über das übliche Maß an Exzentrik hinausging. Seine neue Linie „Duranimal“ verband sich mit dem Tierreich und bot extravagante Designs, darunter Modelle mit auffälligen Proportionen und ungewöhnlichen Körperteilen. Diese Präsentation löste sowohl Bewunderung als auch heftige Kritik aus, insbesondere von der türkisch-britischen Designerin Dilara Findikoglu.

Ein Tag voller Überraschungen auf den Laufstegen der französischen Metropole

Inmitten des Glitzers und Glamours der Pariser Fashion Week im März 2025 entfaltete sich ein besonderes Spektakel bei der Präsentation des Designers Duran Lantink. Die Veranstaltung fand in der kultivierten Atmosphäre der französischen Hauptstadt statt, wo die neuesten Trends für den Herbst-Winter 2025/26 vorgestellt wurden. Lantink, bekannt für seine nachhaltigen Designs, zeigte seine Kollektion „Duranimal“, inspiriert vom Tierreich. Die Models schritten in ausgefallenen Mustern wie Zebra oder Leopard über den Catwalk, begleitet von einer dramatischen Kulisse aus tristen Bürobüros.

Besonders auffällig waren zwei Modelle: Ein Mann trug künstliche Brüste, während eine Frau einen durchtrainierten männlichen Oberkörper präsentierte. Lantink betonte, dass es ihm um das Spiel mit schlechtem Geschmack gehe, um Grenzen zu verschieben und Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Provokation löste jedoch heftige Reaktionen aus. Die Designerin Dilara Findikoglu äußerte ihre Enttäuschung darüber, dass der weibliche Körper weiterhin instrumentalisiert werde, was sie als Mittelalterliches empfand.

Lantink ist nicht nur für seine avantgardistischen Designs bekannt, sondern auch für seine Nachhaltigkeit. Er verwertet ausgemusterte Kleidungsstücke großer Marken neu und hat sich so einen Namen als Upcycler gemacht. In der Vergangenheit geriet er bereits mit Bernard Arnault, dem Chef des Luxuskonzerns LVMH, aneinander, als er eine Handtasche präsentierte, die Teile von Louis Vuitton und Gucci kombinierte.

Die Präsentation von Lantink wirft wichtige Fragen auf, insbesondere über die Rolle der Mode als Medium der Selbstausdrucksfreiheit und die Grenzen des akzeptablen Ausdrucks. Sie zeigt, wie sehr die Modeindustrie immer noch mit traditionellen Vorstellungen kämpft und gleichzeitig nach neuen Wegen strebt, um sich zu artikulieren.

Von einem Journalistenstandpunkt aus lässt sich sagen, dass Lantinks Arbeit sowohl beeindruckend als auch kontrovers ist. Sie unterstreicht die Macht der Mode, Tabus zu brechen und Diskussionen anzustoßen. Gleichzeitig mahnt sie uns, kritisch zu bleiben und die Intentionen hinter solchen Präsentationen genau zu betrachten.