
Der amerikanische Modekonzern VF Corp, Besitzer bekannter Marken wie Vans und The North Face, ringt weiterhin mit einem schwierigen Image als Problemkind der Branche. Obwohl das Unternehmen mit seinem umfassenden "Reinvent"-Programm ehrgeizige Ziele für die nächsten Jahre gesetzt hat, bleibt die Skepsis der Anleger groß. Während die Aktie weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert, zeigen sich erste positive Entwicklungen in den Finanzen des Unternehmens.
Seit 18 Monaten führt CEO Bracken Darrell das Umbauprogramm durch, das signifikante Verbesserungen im Unternehmensmanagement vorsieht. Besonders herausfordernd ist dabei die Reduktion von Kosten und die Stabilisierung problematischer Marken wie Vans. Die Veränderungen beginnen bereits Früchte zu tragen: Die Verschuldung des Konzerns ist zurückgegangen, während gleichzeitig die Kosten gesenkt wurden. Diese Maßnahmen führen dazu, dass das Geschäft in den USA stabiler erscheint.
In den kommenden Jahren will VF Corp seine operative Marge auf mindestens 10% und die Bruttomarge auf über 55% steigern. Dazu plant man, die Vertriebs- und Verwaltungskosten effizienter zu gestalten und sie auf weniger als 45% zu senken. Auch die Netto-Verschuldung soll begrenzt werden.
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Situation für die Anleger kompliziert. Seit Jahresbeginn hat die Aktie beinahe die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Der nächste wichtige Meilenstein wird am 21. Mai erreicht, wenn die Quartalszahlen veröffentlicht werden. Diese sollen zeigen, ob VF Corp tatsächlich in der Lage ist, eine nachhaltige Trendwende einzuleiten.
Analysten äußern vorsichtig optimistische Töne, da Wells Fargo das Rating kürzlich angehoben hat. Dennoch bleibt die Frage offen, ob VF Corp die tief sitzenden Probleme seiner Kernmarken lösen kann. Die nächsten Quartalszahlen könnten entscheiden, ob die angeschlagene Aktie neuen Schwung erhält oder ob der Abwärtstrend weitergeht.
