



Die Gemeinde Unna atmet auf, da eine Lösung für das Modegeschäft Sinn gefunden wurde. Dieses Unternehmen spielt eine entscheidende Rolle im städtischen Handel und hat erheblichen Einfluss auf die übrige Fußgängerzone. Die Verwaltung und Händler sind erleichtert, dass es keine Schließung geben wird, welche besonders den mittleren Preissegmenten geschadet hätte. Der Vorsitzende des City-Werberings äußerte Bedenken bezüglich der langfristigen Entwicklung des Stadtzentrums und der Notwendigkeit, sich nicht ausschließlich auf den Modemarkt zu verlassen.
Das Geschäft Sinn steht seit vielen Jahren im Herzen von Unnas Einkaufsviertel und bietet ein breites Sortiment an Kleidung und Accessoires. Thomas Weber, der auch als Textilhändler bekannt ist, betonte die Bedeutung dieses Ladens für die lokale Wirtschaft. Er erklärte, dass große Gebäude mit mehreren Stockwerken oft schwierig zu vermieten sind, weshalb die Sicherstellung einer bestehenden Nutzung sehr wichtig ist. Weber glaubt jedoch nicht, dass es einen großen Strukturwandel bei Sinn geben wird. Stattdessen sollte der Fokus auf der Vielfalt des Geschäftsangebots liegen.
Der Modemarkt allein trägt nicht länger die Last der Innenstadtentwicklung. Es ist notwendig, andere Branchen anzusiedeln, um das Stadtzentrum attraktiv zu halten. Weber rät davon ab, auf internationale Marken wie H&M oder Zara zu warten, da dies unrealistische Erwartungen schürten könnte. Stattdessen sollten lokale Unternehmer ihre Stärken nutzen und innovative Konzepte entwickeln, die Besuchern einen einzigartigen Einkaufserlebnis bieten.
Die Entscheidung zur Rettung von Sinn gibt dem Innenstadthandel neuen Auftrieb. Sie zeigt, dass durch kooperativen Geist und kreative Ideen auch Herausforderungen bewältigt werden können. Die Zukunft von Unnas Stadtzentrum liegt nun in den Händen derjenigen, die bereit sind, neue Wege einzuschlagen und gemeinsam für eine lebendige und vielfältige Innenstadt zu kämpfen.
