Die Rückkehr des Peplum: Eine Modeerscheinung als Spiegelbild der Zeit

Mar 11, 2025 at 9:02 AM
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In der Welt der Modedesigns hat sich das Peplum-Element als ein zentrales Thema etabliert. Während Ariana Grande bei den Oscars in einer auffälligen roséfarbenen Robe von Schiaparelli aufgefallen ist, zeigt sich das Peplum-Motiv auch in aktuellen Kollektionen. Dieser Trend greift historische Silhouetten auf und spiegelt gleichzeitig die Sehnsucht nach Stabilität in unsicheren Zeiten wider. Die Berliner Modedesignerin Mira von der Osten betont die Bedeutung dieser Designform, die sowohl historisch als auch zeitgemäß ist. Sie deutet darauf hin, dass das Peplum eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt und dabei eine neue Form der Weiblichkeit definiert.

Der Aufstieg des Peplum in der Mode

Im Herbst 2025 präsentierte Christian Dior seine Kollektion für die Prêt-à-porter-Show, die durch Rüschen, Spitze und Hermelin geprägt war. Inspiriert vom Roman „Orlando“ von Virginia Woolf, kombinierte Maria Grazia Chiuri maskuline Elemente wie Anzugjacken mit femininen Details wie Corsagen und Schößchen. Diese Mischung symbolisiert die Suche nach Identität in einer unbeständigen Welt. In Berlin spricht Mira von der Osten über die Rückkehr des figurbetonten Peplum-Looks, der nach ihrer Meinung eine Reflexion des heutigen Zeitgeistes darstellt. Nach der Pandemie und inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten sehnen sich Menschen nach etwas, das ihnen Halt gibt. Das Zitieren historischer Designs befriedigt diese Sehnsüchte und bietet gleichzeitig Raum für kreative Neuerfindungen.

Von Mailand bis Paris zeigten zahlreiche Modeschöpfer ihre Interpretationen des Peplum. Balmain, Valentino und Prada setzten auf schmale Taille und breite Hüfte, während Miuccia Prada und Raf Simons formlose Silhouetten präsentierten. Diese Vielfalt an Ansätzen verdeutlicht die Suche nach einer neuen Definition von Weiblichkeit. Die Frage nach weiblicher Schönheit bleibt offen, doch es liegt in der Hand der Trägerin, wie sie diesen Look interpretiert.

Aus Sicht der Modedesignerin Mira von der Osten könnte dieses Intermezzo zwischen Tradition und Moderne eine Gemeinschaftskraft entfalten. Es könnte Menschen zusammenführen und das Neue im Alten erkennen lassen. Vielleicht rücken wir dadurch tatsächlich einen Schritt näher aneinander – und an unsere eigenen Wurzeln.