
Trotz des plötzlichen Winterwetters in Berlin leuchtete der rote Teppich am Potsdamer Platz hell auf. Prominente Persönlichkeiten nutzten die Gelegenheit, um wichtige gesellschaftliche Themen zu thematisieren. Besonders auffällig waren Kleider mit politischen Aussagen, die sich gegen Unterdrückung und für Menschenrechte einsetzten. Die junge Aktivistin Luisa Neubauer trug ein Kleid, das Aufsehen erregte und eine klare Botschaft vermitteln sollte. Gleichzeitig erinnerten Schauspieler wie Andrea Sawatzki und Ulrich Matthes sowie die neue Berlinale-Chefin Tricia Tuttle an den entführten Kollegen David Cunio, indem sie Schilder hochhielten. Diese Aktion unterstrich die Solidarität der Filmindustrie mit dem verschwundenen Künstler.
In ihrer Dankesrede nach der Verleihung des Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk betonte die britische Schauspielerin Tilda Swinton die Macht des Films als Medium der Freiheit und Kritik an autoritären Regierungen. Sie forderte die Zuschauer auf, sich gegen Besitzansprüche und Kolonisierung einzusetzen, was als Anspielung auf aktuelle politische Entwicklungen interpretiert wurde. Neben der politischen Dimension sorgten auch andere Stars wie Fan Bingbing für Begeisterung. Die chinesische Schauspielerin zauberte durch ihr prächtiges Seidenkleid Lächeln auf die Gesichter der Fans und ließ die kalte Luft beinahe vergessen. Die Veranstaltung zeigte, dass der Glamour der Berlinale trotz aller Herausforderungen unvermindert bleibt.
Die 75. Berlinale bewies, dass Kunst und Politik untrennbar verbunden sind. Während die Temperaturen fielen, stieg die Temperatur auf dem roten Teppich an. Prominente nutzten ihre Plattform, um wichtige Nachrichten zu verbreiten und Aufmerksamkeit für wichtige Themen zu gewinnen. Dies verdeutlicht, dass die Filmbranche nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch eine Stimme für positive Veränderungen in der Welt sein kann. In einer Zeit globaler Herausforderungen zeigt die Berlinale, dass Kultur und Engagement Hand in Hand gehen können, um Hoffnung und Bewusstsein zu schaffen.
