
Neue Aufnahmen von der chinesischen Plattform Weibo zeigen den J-20-Tarnkappenjet, der mit einer erheblichen Anzahl an Luft-Luft-Raketen bestückt ist. Diese Konfiguration wird als „Beast Mode“ bezeichnet und ermöglicht dem Flugzeug eine deutlich höhere Waffenlast, was jedoch auf Kosten seiner Stealth-Eigenschaften geht. Der Modus wird in Situationen eingesetzt, in denen die Bedrohung durch Radar-Ortung oder Luftabwehr geringer ist. Zudem gibt es Informationen über neue Raketenentwicklungen Chinas, die das Arsenal des J-20 weiter ausbauen sollen.
Der J-20 im Beast Mode: Ein Kompromiss zwischen Sichtbarkeit und Feuerkraft
Die neuesten Bilder des J-20 offenbaren eine bemerkenswerte Transformation des Flugzeugs. In dieser Konfiguration trägt der Jet mehrere externe Waffenträger unter seinen Flügeln, was seine Radarsignatur erhöht, aber auch die Kampfkraft erheblich verstärkt. Dieser Modus wird selten bei Stealth-Jets angewendet, da diese normalerweise im „low observable mode“ operieren, um ihre Tarnung zu bewahren. Bei einem Einsatz im Beast Mode kann der J-20 bis zu 8 PL-15-Raketen an externen Halterungen transportieren, zusätzlich zu den internen Waffen.
Im Detail betrachtet, zeigt sich, dass der J-20 in diesem Modus einen beachtlichen Waffenbestand aufnehmen kann. Die PL-15-Raketen, die unter den Flügeln montiert sind, verfügen über eine Reichweite zwischen 200 und 400 Kilometern und können Geschwindigkeiten von Mach 4 erreichen. Intern kann der Jet weitere 4 PL-15-Raketen sowie 2 PL-10-Raketen in seitlichen Waffenschächten tragen. Diese Raketenkonfiguration macht den J-20 zu einer ernsthaften Bedrohung, insbesondere wenn er in Bereichen eingesetzt wird, in denen die Gefahr eines Radar-Erfassungs geringer ist. Das Beast Mode bietet somit eine Möglichkeit, die begrenzte interne Waffenkapazität der ersten Welle von Jets im Stealth-Modus zu ergänzen.
Entwicklung neuer Raketen für den J-20: Technologische Fortschritte
Neben der aktuellen Bestückung des J-20 mit PL-15-Raketen arbeitet China an der Entwicklung weiterer Luft-Luft-Waffen, die das Leistungsspektrum des Jets erweitern sollen. Insbesondere die PL-17 und PL-16 werden als wichtige Ergänzungen zum Arsenal des J-20 angesehen. Diese neuen Raketen versprechen eine längere Reichweite und bieten zusätzliche taktische Optionen beim Einsatz.
Die PL-17, eine Langstrecken-Luft-Luft-Rakete, soll eine größere Reichweite als die PL-15 haben, was bedeutet, dass sie nicht in den internen Waffenschächten untergebracht werden kann und stattdessen extern montiert werden muss. Die PL-16 hingegen könnte kompakter gebaut werden und ermöglichte eine höhere interne Bewaffnung des J-20. Diese technologischen Fortschritte spiegeln die kontinuierlichen Bemühungen Chinas wider, seine Luftstreitkräfte modernisieren und stärken zu wollen. Die USA reagieren auf diese Entwicklungen mit ihrem eigenen AIM-260-Programm, das ebenfalls auf die Erstellung langer Reichweiten-Raketen abzielt. Diese wettbewerbsfähigen Projekte verdeutlichen die strategische Bedeutung solcher Waffen für moderne Luftkämpfe.
