
Eine bahnbrechende Ära im Modedesign begann, als Barbara Hulanicki mit ihrem Label Biba eine neue Ästhetik etablierte. In den frühen Jahren setzte sie sich das Ziel, stilvolle Kleidung für junge Frauen erschwinglich zu machen. Anstatt exklusive Kollektionen für eine kleine Elite zu kreieren, konzentrierte sie sich auf Designs, die von einer breiten Masse genossen werden konnten. Durch ihre preiswerten, aber hochwertigen Stücke, fand sie schnell ein großes Publikum. Besonders beliebt waren einfache, schlichte Modelle wie geradlinige Etuikleider und Miniröcke, die in klassischen Farben wie Marineblau, Rot und Weiß gehalten wurden.
Mit dem Wachstum des Unternehmens entwickelte sich Biba weiter und entdeckte neue kreative Horizonte. Inspiriert von Jugendstil und Art Déco sowie Werken bekannter Künstler wie Alphonse Mucha und Gustav Klimt, wandte sich Hulanicki einem bohemienhaften Stil zu. Ihre späteren Entwürfe zeichneten sich durch reiche, dunklere Töne aus, darunter intensives Pink und Violett, Gold, Rostrot, Braun und Petrol, sowie Schwarz und Marineblau. Diese Farbpalette wurde liebevoll als „Auntie Colours“ bezeichnet, inspiriert von ihrer strengen Tante Sophie. Ab den späten 60er- und frühen 70er-Jahren dominierten bodenlange, tief dekolletierte Kleider, die sich subtil erotisch an den Körper schmiegten, und Dramaturgien aus Materialien wie Satin, Samt und Dévoré.
Hulanickis Vision hat nicht nur die Modebranche revolutioniert, sondern auch die Art und Weise, wie junge Frauen sich selbst wahrnehmen und ausdrücken. Sie schuf eine Plattform, auf der Mode zugänglicher und inklusiver wurde, ohne dabei an Qualität oder Stil zu verlieren. Dieses Erbe lebt bis heute fort und ermutigt uns, die Schönheit in Vielfalt zu feiern und Grenzen zu überschreiten.
